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Blog: Internet-Pornografie
PORNO-FREIE ZONE IN CHINA
China zahlt satte Prämien an Porno-Petzer
China zahlt stattliche Belohnung für Aufspüren von Porno-Seiten im Internet. Im Jahr 2009 hat China im Kampf gegen Internet-Pornografie mehr als 5000 Verdächtige festgenommen und rund 9000 angeblich illegale pornografische Internetseiten gesperrt, so meldete das chinesische Ministerium für öffentliche Sicherheit in Peking zum Jahreswechsel.
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China soll sauber bleiben: Anti-Internet-Pornografie-Kampagne
Anfang Dezember versprachen chinesische Regierungsstellen Internet-Petzern satte Belohnungen für das Melden pornografischer Webseiten. Die Behörde für illegale Internet-Aktivitäten schaltete eine Telefon-Hotline, bei der Chinesen anzügliche Netzinhalte melden können. Der erste Petzer, der eine Porno-Seite meldete, sollte eine Prämie von bis zu 1.000 bis 10.000 Yuan (bis zu ca. EUR 1000 Euro) je gemeldeter Porno-Site erhalten. In den ersten 24 Stunden seien bereits 500 Anrufe eingegangen. Der Spass hat also in 24 Stunden ca. 100.000 bis 1 Mio EUR gekostet. Im ersten Monat meldeten chinesische Porno-Petzer der Internet-Zensur ca. 62.000 pornografische Webseiten. Damit ist klar: das Füllhorn Fortunas ergoss sich über die Porno-Petzer und die chinesische Volkerziehung ist auf einem guten Weg.
Schon seit Jahren werden pornografische Inhalte im Internet von chinesischen Behörden als Grund für schärfere Zensurbestimmungen genannt und Anfang 2009 startete China eine groß angelegte Anti-Internet-Pornografie-Kampagne. Das chinesische Internet soll noch sauberer werden. In der Folge wurde sogar der Zugang zu Websites behindert, die sich der Sexualerziehung widmen - die Grenzen zur Pornografie sind eben fließend, gelle.
Vordergründig ist es nur die Jagd auf Porno-Webseiten - China dient sicherheitsfanatischen Politikern in der ganzen Welt als Vorbild par excellence, was Zensur und Kontrolle der Bevölkerung betrifft. Heute sind es noch Pornoseiten - was ist eigentlich Internet-Pornographie und was nicht - das ändert sich nach Erfordernis täglich! Irgendwann sind es dann systemkritische Inhalte und die Zensurmaschine muss nur noch auf das neue Thema angesetzt werden. Zensur erfolgt derzeit selbstredend aus unverdächtigen Gründen: Pornographie, Terrorismus, Blasphemie, Kinderpornographie, öffentliche Sicherheit, Katastrophenschutz. Schließlich muss die Bevölkerung geschützt werden, im Zweifel vor sich selbst. Oder haben wir das falsch verstanden: Müssen die politischen Eliten vor der Bevölkerung geschützt werden?
Ein chinesischer Student gewann die höchste Petzer-Prämie und erklärte sich in einer chinesischen Zeitung gleichzeitig zum Opfer der Internet-Pornographie: Seine schulischen Leistungen hätten aufgrund pornografischer Web-Seiten erheblich gelitten. Er habe eigentlich gute Noten gehabt. Durch Internet-Pornografie sei er in den schulischen Leistungen abgesackt und nur auf ein College statt auf eine "wirklich gute Universität" gegangen. Hätte man nur diesen Studenten rechtzeitig vor sich selbst geschützt - bevor er sein Hirn über die Tastatur verspritzte! Mit diesem Statement - womöglich gabs dafür eine Extra-Prämie - liefert der Pornojäger den chinesischen Zensurbehörden eine Steilvorlage. Die Kosten haben sich in jedem Fall gelohnt, Die staatliche Zensur ist wieder einen großen Schritt weiter.
China Vorreiter im Internet-Anti-Pornografie-Kampf
Was denkt China? Dass China schon längst zur Gruppe der Weltmächte gehört, ist bekannt. Kaum bekannt ist, wie die Entscheidungsträger und Intellektuellen in China selbst über die Zukunft ihres Landes denken. Während der Westen noch darüber nachdenkt, wie man auf den Aufstieg Chinas Einfluss nimmt, machen sich chinesische Intellektuelle Gedanken darüber, wie China mit dem Abstieg des Westens umgehen soll.
Chinas Angst vor der Freiheit China macht Angst. Im Bewusstsein des Westens gilt China als Herausforderung der universalen Werte liberaler Gesellschaften. Doch umgekehrt gilt dasselbe: Es sind die freiheitlichen Ideale der westlichen Gesellschaft, die die traditionellen chinesischen Ordnungsmuster erschüttern und ehemals feste Orientierungspunkte auflösen. China hat Angst - vor der Freiheit.
Der China-Knigge Die Welt blickt nach China. China hat sich in den letzten Jahren zu einer selbstbewussten Wirtschaftsmacht entwickelt. Immer mehr Europäer zieht es in das Reich der Mitte. Doch was erwartet die Besucher? Auf der einen Seite erscheinen die Chinesen aufgeschlossen für alles Neue, auf der anderen Seite sind sie Traditionen verhaftet, die einem Westeuropäer fremd sind.
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