Abzocke: Chatroom

Jugendliche im Chat-Room abgezockt

Die Zielgruppe und Geschädigten - und das ist das gemeinste an dieser Abzock-Methode - sind zu einem großen Teil Jugendliche. Also Kinder, die vom meist knappen Taschengeld plötzlich die unerwartet teuren Handy-Rechnungen bezahlen müssen oder laufend ihre Telefonkarten nachladen müssen.

Je mehr Singles desto besser fürs Geschäft

Hunderte Singelbörsen tun alles, um den Zustrom der Singels auf die eigene Seite zu kanalisieren, zu maximieren und zu anhaltend zu melken und abzusahnen sobald er auf der Website angekommen ist. Je größer der Anteil am Kuchen ist, desto besser laufen die Geschäfte: Millionen Singels auf Partnersuche da kann man so richtig absahnen. Rechnen wir: angenommen 10 Prozent der 2 Mio Nutzer einer Singelbörse geben im Monat im Schnitt 20 Euro aus: Umsatz pro Monat 4 Mio Euro bei kaum vorhandenen Kosten. Diese Gelddruckmaschine ist von ein paar Programmiern leicht zu entwickeln und wird angetrieben vom Wunsch von Millionen Singels nach Liebe und Zweisamkeit; ein wahrhaft perfides Spiel mit einsamen Herzen.

SMS-Animateure im Chat-Room optimieren den Geldfluß

Ausgewogene Mann/Frau-Anteile und kostenlose Anmeldung sind der am weitesten verbreitete Marketing-Gag. Das hört sich doch gut an, denkt der unbedarfte Single und meldet spontan sein Profil an. Das geht auch ganz einfach und schnell, vollkommen unproblematisch. Danach werden von der Datenbank Profile von Singels "ganz in der Nähe" vorgeschlagen. Damit fängt die Abzocke an: Hinter diesen Profilen stehen oft keine realen Partnersuchenden sondern professionelle SMS-Animateure, die das Opfer heiss machen, um es dann so richtig zu melken. Partnersuche per SMS - Chat ist oft Betrug und reinste Abzocke!

Geschäftsbedingungen der Singelbörse gelesen?

Viele miese Tricks stehen ganz offen in den Geschäftsbedingungen: Des öfteren muss man z.B. seine Handynummer beim Registrieren angeben. Mit jeder Kontaktaufnahme zu anderen Singels auf Partnersuche werden dann ein paar Euro mit der Handyrechnung vom Konto abgebucht.

Fake-Profile füllen die Reihen der Frauen auf Partnersuche

Weil in Singlebörsen notorischer Frauenmangel herrscht, erfinden fleissige Webseitenbetreiber eben schnell ein paar Frauen in jeder Stadt, in jedem Dorf und so wird aus eklatantem Frauenmangel krasser Frauenüberschuß. An dieser Art von Singel-Frauen freuen sich allerdings nicht die Single-Männer, sondern nur die Seitenbetreiber: So versenden noch mehr Single-Männer noch mehr kostenpflichtige Flirt-Nachrichten im Chat-Room an die erfundenen Frauen.

Die Gebühren werden dann ordnungsgemäß von der Handyrechnung abgebucht. Bequem und ohne Zahlungsausfall für den Seitenbetreiber, denn die Handyrechnung zahlt man natürlich. Im Fall von Jugendlichen sind es oft die Eltern, die dafür geradestehen. So wird nicht nur abgezockt, auch der Familienfrieden und das beidseitige Vertrauen innerhalb der Familien werden nachhaltig geschädigt.

Begehen Handynetze Mithilfe zum Betrug?

Bei so viel Dreistigkeit fragt man sich ob Handyprovider, die mit solchen Methoden an diesen dubiosen Umsätzen prozentual profitieren, nicht Beihilfe zum Betrug begehen? Umso mehr, wenn es sich um nicht geschäftsfähige Jugendliche handelt, die hier abgezockt werden.

Handybetreiber sollten per Gesetz verpflichtet werden, dem Kunden eine Möglichkeit einzuräumen der Nutzung solcher Mehrwert-Dienste bei Vertragsabschluss zu widersprechen. Diesen Mißstand thematisiert natürlich keiner, denn mit der Abzocke in Chat-Rooms lässt sich gutes Geld verdienen. Kaum eine Zeitung, die auf ihren Webseiten keine Singlebörse betreibt oder Kooperationen mit Singlebörsen anbietet.

Asiatische Frauen kennenlernen