Vietnamesin stiftete Ehen

Verurteilte Vietnamesin stiftete Ehen

Für die Vermittlung von zehn nachgewiesenen und eingestandenen Scheinehen wurde die Gemüsehändlerin Phi Yen W. (45), eine Vietnamesin, die in Deutschland lebte und als Ehevermittlerin wirkte, zu drei Jahren und acht Monaten Haft verurteilt.

Hochzeitsfee schleuste Vietnamesen ein

Strafmindernd, so der Richter am Landgericht Chemnitz war dabei, dass sie eigentlich nur Gutes für Ihre Landsleute wollte und niemandem ernsthaft schadete.

Glück für geschiedenes vietnamesisches Ehepaar

Der Knaller war ein geschiedenes vietnamesisches Ehepaar, das von der Hochzeitsfee eingeschleust wurde: Beide heirateten deutsche Partner und kamen so nach Sachsen. Kaum angekommen trennten sich die Frischvermählten von Ihren deutschen Ehepartnern und lebten fortan in Chemnitz zusammen.

Die Hochzeitsfee wirkte in den Jahren 2002 bis Ende 2005 glücksstiftend. Eine interessante Petitesse: Bis Ende 2005 lebte sie mit Ihrem deutschen Ehemann zusammen. Stellt sich die Frage, ob dieser als Mitwisser oder Mittäter belangt wurde bzw. belangt werden konnte. Wir haben darüber nichts in Erfahrung gebracht. Somit ist davon auszugehen, dass dies nicht der Fall ist.

Machte Geldgier die Sachsen zu Mittätern?

Da die Hochzeitsfee pro Hochzeit bis zu 10.000 Euro spendierte, - ein Betrag, der natürlich von den Vietnamesen aufgebracht werden musste - stellt sich auch hier die Frage, ob nicht der Straftatsbestand der Beihilfe vorliegt und die sächsischen Ehepartner als Mittäter belangt werden konnten. Auch hierüber haben wir nichts in Erfahrung bringen können.

Im Prozess betonte die Angeklagte, dass es auch Hochzeiten aus Liebe gegeben habe. Das kleine Wörtchen "auch" finden wir dabei besonders amüsant und vielsagend.

Familie organisierte Heiratswillige in Vietnam

Der Bruder in Vietnam recherchierte - vermutlich zahlungskräftige - Vietnamesen und Vitnamesinnen und bot seiner Schwester Phi Yen in Sachsen derart heiratswillige vietnamesische Männer und Frauen an.

Aufgabe seiner Schwester war es nun für die heiratswilligen Vietnamesen passende Partner in Deutschland (in Sachsen) zu finden: In Anbetracht der wirtschaftlichen Schwierigkeiten in Ostdeutschland sowie dem hohen Hartz-IV Anteil in der Bevölkerung dürfte dies bei einigen Tausend Euro Kopfprämie nicht allzu schwierig gewesen sein.

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