Blog: Freier am Online-Pranger

NUTTEN IN WOHNGEBIETEN

Freier und Nutten in Tschechien am Online-Pranger

Tschechische Bürgermeister kämpfen gegen den Straßenstrich in Wohngebieten entlang der tschechischen Grenze zu Bayern und Sachsen: Sie setzen Fotos von Freiern, deren Autos und von Nutten, die ins Auto steigen, ins Internet. Am Online-Pranger kann die Ehefrau schauen, ob ihr Mann zum bumsen nach Tschechien fährt.

Straßen-Strich an der tschechischen Grenze

Der Straßenstrich an der tschechisch-deutschen Grenze ist mehrere Hundert Kilometer lang und fest in der Hand verschiedener Organisationen von Mädchenhändlern und Zuhältern. Tschechische Frauen kann man dort nicht kaufen. Frauen aus der Ukraine, Frauen aus Russland, Frauen aus Armenien, aus Georgien, aus Asien und auch Frauen aus Brasilien oder von der Karibik sind billig zu haben. Den Leuten in tschechischen Orten wie Cheb (Eger), Chomutov (Komotau), As (Asch) oder Dubi (Eichwald) stinkt es schon lange, dass die öffentliche Prostitution ihre Heimat flächendeckend in Rotlichbezirke verwandelt und dass man als ehrbare tschechische Frau in bestimmten Straßen auch tagsüber nicht mehr zu Fuß unterwegs sein kann, ohne von Freiern aus Deutschland angesprochen zu werden. Die Zuhälter schicken ihre Nutten sogar in der Nähe von Schulen und Kindergärten auf die Straße. Die Politik in Tschechien ist scheinbar nicht willens den Kommunalbehörden und den tschechischen Kommunen wirksame Mittel an die Hand zu geben, um das zu verhindern.

Manche Bürgermeister haben wohl einen Blick über den Teich riskiert und sich vom großen Vorbild Amerika anregen lassen: Um die illegale Prostitution in der Stadt einzudämmen, richtete die Poliuzei in Cicago einen Online-Pranger für Freier ein. Wer seit dem Jahr 2005 bei einer illegalen Prostituierten erwischt und festgenommen wird, erscheint mit Foto, Namen und Anschrift auf der Seite des Chicago Police Department. Die Bilder bleiben dreißig Tage lang am Pranger. Auch in Chomutov soll Sextouristen aus Sachsen und Bayern die Lust am Bumsen vergehen: Freier sind der Gefahr der öffentlichen Bloßstellung und Denunziation durch Veröffentlichung von Fotos von Webcams ausgesetzt. Autos sind deutlich erkennbar, Kinder können ihre Väter, Frauen ihre Männer am Online-Pranger erkennen, Nachbarn ebenso und von Kollegen oder Chefs ganz zu schweigen Freier werden bloßgestellt und sehen sich am öffentlichen Pranger. Zwar werden Gesichter und Kfz-Kennzeichen unkenntlich gemacht, aber man sieht deutlich, wie eine Nutte ins Auto steigt und besondere Eigentümlichkeiten des Autos, etwa Aufkleber, oder Gegenstände auf der Hutablage sind deutlich sichtbar. Die Fotos von Freiern und Nutten in Tschechien sind unmissverständlich: Prostitution unerwünscht. Da vergeht einem schnell die Lust am tschechischen Straßen-Strich in As (Asch), Cheb (Eger), Chomutov (Komotau) oder Dubi (Eichwald). Unser Tipp: Bordelle besuchen und dort billig bumsen, denn Bordelle stören in Tschechien keinen Menschen. Nutten in Häusern stören das öffentliche Leben nicht.

Damit wird auch gleich die doppelte Moral deutlich: Nach geltender Rechtslage macht sich ein Freier strafbar, wenn er mit einer Zwangsprostituierten oder einer minderjährigen Nutte bumst. Die meisten der Prostituierten, die in tschechischen Grenzstädten als Huren Liebesdienste anbieten, sind junge, oft minderjährige Mädchen aus Russland, aus Weißrussland, aus Moldawien, der Ukraine, von den Philippinen oder aus Brasilien, die zur Prostitution gezwungen werden. Die Kommunen scheinen da einen Unterschied zu sehen: Am Straßenstrich ist das illegal im Bordell wohl nicht. Das verstehe wer will. Achtung Freier in Tschechien: Fotos von Freiern mit minderjährigen Nutten in Tschechien können zu strafrechtlicher Verfolgung in Deutschland führen. Die eigentlichen Verbrecher, die organisierten Mädchenhändler, Schleuser und Zuhälterbanden, an die kommt man so gut wie nicht ran, scheinbar will oder kann man nicht oder ist gut beteiligt am Geschäft mit dem schnellen Sex: Mädchenhandel ist neben Waffenhandel und Drogenkriminalität eine der drei Haupt-Einnahmequellen der organisierten Kriminalität. Der Freier, vom Staat allein gelassen -weil kaum Aufklärung erfolgt-, ist in diesem Licht betrachtet genauso ein Opfer wie die wehrlose Nutte.